Lebenslauf

Personen

Carl-Hans Graf von Hardenberg (Bild links), verheiratet mit Renate geb. Gräfin von der Schulenburg, Vater von fünf Kindern, wurde am 22.10.1891 in Glogau, Prov. Schlesien geboren. Im ersten Weltkrieg 1914/ 1918 als Offizier schwer verwundet, nahm er seinen Abschied und lernte Land- und Forstwirtschaft sowie das Bankwesen. 1921 erbte er die Verwaltung Neuhardenberg, Provinz Brandenburg. Abgesehen von seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit widmete er sich der Kommunalenverwaltung.

Schon vor 1933 war er ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. 1933 schied er aus allen Ämtern aus, da er sich weigerte, der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen beizutreten. Zur selben Zeit hat er - zusammen mit Freunden - den illegalen zielbewussten Kampf begonnen. Nach mehreren Attentaten - zuletzt am 20. Juli 1944 - wurde Graf Hardenberg am 25. Juli 1944 in Neuhardenberg verhaftet. Um den Folterungen der Gestapo zu entgehen und um nicht zum Verräter an Freunden und Bekannten zu werden, hat er sich zweimal in die Brust geschossen und die Pulsadern aufgeschnitten. Schwer verletzt wurde er in das KZ Sachsenhausen gebracht und trotz schwerster Krankheit durch die Gestapo immer wieder stundenlang verhört. Sein Besitz wurde beschlagnahmt. Ihm wurde mitgeteilt, dass die Anklage vor dem Volksgerichtshof mit dem Antrag auf vierfache Todesstrafe eingereicht sei. Der Einmarsch der Roten Armee verhinderte die Verhandlung.

Nach Ende des Krieges ging er noch einmal nach Neuhardenberg, wurde aber wieder - diemal von den Kommunisten enteignet - und vertrieben. Nach 1945 lebte Graf Hardenberg und seine Frau in Kronberg/ Taunus.
Er starb am 24.10.1958.

 

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